STOCK-GUIDE

So läufst du mit Stöcken

Running-Stöcke können deine Technik im Gelände verändern, dir helfen, länger zu laufen und dir bessere Kontrolle in steilem oder technischem Terrain geben. Aber wie bei jeder Ausrüstung funktionieren sie erst dann am besten, wenn sie richtig eingesetzt werden. Folge den Schritten unten, um die Grundlagen zu beherrschen.

Wähle die richtige Länge für deine Laufstöcke

Die richtige Stocklänge macht einen großen Unterschied. Sind die Stöcke zu lang, ermüden die Schultern schnell. Sind sie zu kurz, verlierst du Effizienz. Die folgenden Angaben sind Richtwerte – keine absoluten Regeln. Manche Läufer bevorzugen etwas kürzere Stöcke in steilen Passagen oder etwas längere Stöcke auf flacherem Untergrund. Verstellbare Modelle geben dir die Möglichkeit, die Länge an Gelände und Laufstil anzupassen.

So findest du die richtige Länge:

Längenformel

Multipliziere deine Körpergröße in Zentimetern mit 0,70. Bist du 170 cm groß, ergibt das eine empfohlene Länge von 119 cm. Nun kannst du auf die nächste verfügbare Länge aufrunden – in diesem Fall 120 cm.

90-Grad-Regel

Halte den Stock senkrecht neben dem Körper. Wenn der Ellbogen etwa 90 Grad bildet, stimmt die Länge wahrscheinlich.

Handschuhe und Handschlaufen richtig benutzen

Die Stöcke sollen deine Bewegung unterstützen, ohne dass du fest zugreifen musst. Mit dem Blueberry System – kompatibel mit Handschuhen oder Handschlaufen – erhältst du eine sichere und geschmeidige Verbindung zwischen Hand und Stock.

1. Führe die Hand von unten ein.
2. Lass den Handschuh oder die Handschlaufe die Belastung tragen, wenn du dich abdrückst.
3. Halte den Griff locker – das reduziert Ermüdung und verbessert die Technik.

Das Blueberry System bietet eine direkte Verbindung zwischen Stock und Hand für effiziente Kraftübertragung und schnelles Lösen, wenn du loslassen musst.

Die Technik beherrschen

Es gibt verschiedene Arten, mit Stöcken zu laufen. Passe die Technik an Gelände, Anstrengung und Tempo an.

Klassische Technik

Setze den gegenüberliegenden Stock zum vorderen Bein ein – wie in einem natürlichen Geh- oder Laufrhythmus.

Geeignet für: gleichmäßige Anstiege, technisch flache Passagen und niedrige bis mittlere Intensität.

Doppelstocktechnik

Setze beide Stöcke gleichzeitig etwas vor dem Körper ein. Lehne dich vor und drücke kraftvoll ab.

Geeignet für: sehr steile Passagen, in denen du maximale Kraft brauchst.

Galopp (Offset)

Setze einen Stock jeden zweiten oder dritten Schritt ein und wechsle die Seite.

Geeignet für: längere, mäßige Anstiege, bei denen du den Rhythmus halten willst, ohne die Arme zu überlasten.

Bergab laufen

Nutze die Stöcke für Balance und Kontrolle – besonders auf steinigen oder rutschigen Abfahrten. Setze die Spitzen leicht vor oder seitlich des Körpers ein, um die Belastung zu reduzieren und die Stabilität zu bewahren.

Zusammenfalten und unterwegs verstauen

Wenn das Gelände flacher wird oder du das Tempo erhöhen willst, kannst du die Stöcke schnell verstauen:

– Falte die Stöcke mit der Z-Konstruktion zusammen.
– Nutze den Stretchverschluss, um sie schnell auszuklappen und wieder zusammenzusetzen.
– Verstaue sie an deiner Laufweste oder in einem Stockhalter – ohne stehen bleiben zu müssen.

Tipp: Übe das Prozedere vor dem Wettkampf, damit der Ablauf in Fleisch und Blut übergeht.

Wann du keine Stöcke brauchst

Stöcke sind effektiv – aber nicht immer nötig. Auf schnellen, flachen Abschnitten oder gleichmäßigen Abfahrten können sie den Flow stören.

Gute Gelegenheiten, die Stöcke verstaut zu lassen:
– Flaches Gelände, wo du Höchstgeschwindigkeit halten willst.
– Kurze Anstiege, bei denen das Ausklappen länger dauert als das Laufen.
– Wettkämpfe oder Trails mit begrenztem Platz.

Tipp: Setze die Stöcke strategisch ein – dann arbeiten sie für dich.

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